Wie Marder durch Revierverhalten Schäden verursachen – und warum eine langfristige Prävention sinnvoll ist.
Du kommst auf die Schießanlage, willst den Schießbetrieb vorbereiten und erschrickst: Die Wandbeläge sind verwüstet, einzelne Bereiche weisen deutliche Biss- und Kratzspuren auf und möglicherweise riecht es auch noch unangenehm. Was ist hier passiert?
Ein möglicher Verursacher: der Marder. Was zunächst wie ein kleines Tierproblem aussieht, kann schnell zu einem wiederkehrenden Ärgernis werden – insbesondere dann, wenn die Tiere geeignete Rückzugsorte und Möglichkeiten zur Reviermarkierung finden.
Doch warum richten Marder solche Schäden an, und wie lässt sich das Problem langfristig angehen?
Warum markieren Marder ihr Revier?
Marder sind territoriale Tiere. Mit Duftmarkierungen signalisieren sie ihre Anwesenheit und grenzen ihr Revier gegenüber Artgenossen ab. Besonders bei männlichen Tieren spielt dieses Verhalten im Zusammenhang mit der Revierkonkurrenz und der Fortpflanzung eine wichtige Rolle.
Dabei kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:
1. Urin und Kot als Duftmarkierungen
Marder setzen Urin und Kot an ausgewählten Stellen ab. Diese Hinterlassenschaften enthalten Geruchsinformationen, anhand derer andere Tiere erkennen können, dass ein Artgenosse in diesem Bereich unterwegs ist.
Die Folgen sind nicht nur unangenehme Gerüche. Je nach Untergrund können auch Verunreinigungen entstehen, die eine gründliche Reinigung erforderlich machen.
2. Duftstoffe und Reibemarkierungen
Zusätzlich nutzen Marder körpereigene Duftstoffe, um Informationen über ihre Anwesenheit zu vermitteln. Durch das Reiben an Gegenständen und Oberflächen können weitere Geruchsspuren hinterlassen werden.
Für den Menschen sind diese Markierungen häufig kaum sichtbar. Für andere Marder können sie jedoch wichtige Informationen enthalten.
3. Kratzen, Beißen und Beschädigen von Materialien
Besonders problematisch wird es, wenn Marder in geschützten Bereichen unterwegs sind und dort geeignete Materialien vorfinden. Sie können an Oberflächen kratzen, Materialien benagen oder vorhandene Öffnungen nutzen, um sich Zugang zu Hohlräumen zu verschaffen.
Auch bei Revierkonflikten kann es zu verstärktem Markierungsverhalten kommen. Allerdings ist nicht jeder Bissschaden automatisch auf einen Kampf zwischen zwei Mardern zurückzuführen. Welche Ursache tatsächlich vorliegt, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab.
Warum Wandbeläge an Schießanlagen besonders geschützt werden sollten
An einer Schießanlage müssen Wandbeläge und andere Oberflächen je nach Einsatzbereich unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Sie sollen den vorgesehenen Belastungen standhalten, sich für den jeweiligen Betrieb eignen und möglichst lange funktionsfähig bleiben.
Dringen Marder in entsprechende Bereiche ein, können beschädigte Beläge, Verschmutzungen und wiederkehrende Reparaturen zusätzliche Kosten verursachen.
Hinzu kommt: Werden lediglich die sichtbaren Schäden beseitigt, bleibt die Ursache häufig bestehen. Findet das Tier weiterhin Zugang zu dem betreffenden Bereich, können erneut Schäden auftreten.
Deshalb empfiehlt es sich, nicht ausschließlich auf die Beseitigung der Folgen zu setzen, sondern auch mögliche Zugangswege und die baulichen Gegebenheiten zu überprüfen.
Duftspuren neutralisieren – aber das Problem ganzheitlich betrachten
Eine gründliche Reinigung kann helfen, Verunreinigungen und störende Gerüche zu beseitigen. Geeignete Reinigungs- und Neutralisationsmittel sollten dabei immer auf den jeweiligen Untergrund abgestimmt sein.
Allerdings gilt: Das Entfernen vorhandener Duftspuren verhindert nicht automatisch, dass ein Marder zurückkehrt. Solange geeignete Zugänge und Aufenthaltsmöglichkeiten vorhanden sind, kann das Tier den Bereich erneut aufsuchen.
Eine nachhaltige Lösung sollte deshalb mehrere Aspekte berücksichtigen:
Reinigung: Vorhandene Verunreinigungen fachgerecht entfernen.
Ursachenanalyse: Mögliche Zugangswege und betroffene Bereiche identifizieren.
Bauliche Prävention: Geeignete Schutzmaßnahmen vorsehen, die den Zugang zu gefährdeten Bereichen erschweren.
Regelmäßige Kontrolle: Schutzmaßnahmen und betroffene Oberflächen auf Veränderungen überprüfen.
Gerade bei wiederkehrenden Problemen kann eine vorbeugende bauliche Lösung sinnvoller sein, als immer wieder nur die entstandenen Schäden zu beseitigen.
"Schäden vermeiden, statt immer wieder nachzubessern"
FS160 von Ascentus: Eine langfristig gedachte Schutzlösung
Für Bereiche, in denen Marderschäden an Wandbelägen vermieden werden sollen, empfiehlt sich eine Lösung, die auf die baulichen Anforderungen und die jeweiligen Umgebungsbedingungen abgestimmt ist.
Mit dem FS160 in Silbergrau bietet Ascentus ein Gittergewebe, das sich durch seine Schalldurchlässigkeit sowie seine UV- und Alkalibeständigkeit auszeichnet.
Diese Eigenschaften machen das Material zu einer interessanten Option für Anwendungen, bei denen ein widerstandsfähiges Gewebe benötigt wird und gleichzeitig bestimmte Anforderungen an die Durchlässigkeit erfüllt werden müssen.
Bei der Planung einer Schutzmaßnahme kommt es jedoch nicht allein auf das Material an. Ebenso wichtig sind die fachgerechte Montage, die Abdeckung möglicher Zugangsstellen und die Eignung für den konkreten Einsatzbereich.
Das FS160 sollte deshalb entsprechend den Anforderungen der jeweiligen Anlage ausgewählt und eingesetzt werden. Ob und in welcher Ausführung es einen wirksamen Schutz gegen Marder bietet, hängt insbesondere von der Konstruktion und der fachgerechten Umsetzung ab.



